📢 🐾 Pauls Perspektive: Sieben Hasen, null Abendessen 🐾📢

Liebes Netzwerk,

neulich lag ich wie immer unterm Konferenztisch und habe mitgezählt: Auf dem Whiteboard standen sieben Initiativen, und alle sollten „bis Jahresende" fertig sein. Ich habe schon Rudel gesehen, die sieben Hasen gleichzeitig jagen. Ergebnis: kein Hase erlegt, null Abendessen und ein sehr erschöpftes Rudel.

Unterm Tisch merkt man übrigens viel: Die Füße wippen schneller, die Kaffeetassen werden größer, und die Frage „Wer macht das eigentlich?" wird immer leiser gestellt.

Was mich als Spürnase wundert: Niemand hielt die Initiativen für schlecht oder unnötig, jede für sich war klug. Aber wenn alles gleichzeitig wichtig ist, fehlt der Fokus, und ohne den fehlt die Klarheit, wohin die Reise gehen soll. Dann passiert etwas Paradoxes: Bei maximaler Bewegung herrscht gefühlter Stillstand. Man rennt und kommt nirgendwo an. Ich kenne das vom Gassigehen, wenn ich in alle Richtungen gleichzeitig will…

Dafür muss man weder Dackel noch Feelgood Manager einer Organisationsberatung sein. Drei Dinge helfen auch zweibeinig:

🐾 Eine Fährte wählen: Fragt nicht „Was ist alles wichtig?", sondern „Was ist jetzt dran?". Probiert es mal mit einer Liste, auf der nur drei Prioritäten stehen.

🐾 Aufhören dürfen: Jede neue Initiative braucht eine alte, die gehen darf. Macht eine Stopp-Liste und feiert, was ihr bewusst lasst – spart euch das Resilienz-Seminar.

🐾 Wirkung sichtbar machen: Nach drei, vier Wochen kurz innehalten und zeigen, was sich konkret verändert hat, und sei es klein. Wer sieht, dass sich ein Weg lohnt, läuft ihn gern weiter.

Ich lege mich jetzt wieder unter den Tisch, eine Fährte reicht mir völlig, meistens führt sie mich zum Napf. Und bei euch: Was hat euer Rudel zuletzt bewusst NICHT gemacht, und wie hat sich das angefühlt?

Euer Paul 🐾

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📢 🐾 Pauls Perspektive: Zuversicht liegt nicht einfach so im Napf 🐾📢